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Fragen und Antworten zum Thema Kieferorthopädie

Behandeln Kieferorthopäden nur Kinder und Jugendliche?
Nein, auch Erwachsene werden beim Kieferorthopäden behandelt – aus medizinischen und ästhetischen Gründen.

Wann sollte ich mein Kind erstmals einem Kieferorthopäden vorstellen?
Spätestens wenn alle Milchzähne da sind, empfehlen wir den Besuch in einer Fachpraxis für Kieferorthopädie.

Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung?
Im Normalfall drei bis vier Jahre. Je nach Ausprägung der Zahn- oder Kieferfehlstellung auch länger oder kürzer.

„Lose“ oder „feste“ Zahnspange?
Herausnehmbare Zahnspangen finden ihre Anwendung im Wechselgebiss – es sind also noch Milchzähne vorhanden – oder um einen falschen Biss zu korrigieren. Auch als Retentionsplatten, um das erreichte Behandlungsergebnis zu halten, werden sie eingesetzt. Feste Zahnspangen beheben vor allem Zahnfehlstellungen. Gedrehte Zähne können gerichtet, Lücken geschlossen oder geöffnet werden …

Erhöht eine Zahnspange das Kariesrisiko?
Nein, allerdings muss die Mundhygiene den neuen, erhöhten Erfordernissen angepasst werden.

Müssen die Zähne zusätzlich geschützt werden?
Ja, und besonders dann, wenn eine festsitzende Zahnspange getragen wird. Die Zahnflächen, die einer erhöhten Plaquebesiedelung ausgesetzt sind, werden mit einem Fluorid abgebenden Lack versiegelt. Zusätzlich werden die Zähne alle sechs Wochen nach einer professionellen Reinigung mit einem chlorhexidinhaltigen Lack behandelt: So werden die Karies verursachenden Bakterien reduziert.

Müssen bleibende Zähne gezogen werden?
Nur in wenigen Ausnahmefällen.

Tut eine Zahnspange weh?
Nach einer Eingewöhnungszeit zwischen fünf und sieben Tagen lässt der anfängliche Druck nach und dank modernster Materialien kann die Schmerzempfindung deutlich reduziert werden.

Behindert eine Zahnspange das Sprechen?
Wird das Sprechen mit der Zahnspange geübt, ist nach ein bis zwei Wochen keine Beeinträchtigung mehr hörbar.

Bleibt das Ergebnis nach der kieferorthopädischen Behandlung stabil?
Nach der Korrektur der Zahn- und/oder Kieferfehlstellung muss die neue Zahnstellung stabilisiert werden. Die Dauer dieser Stabilisation entspricht in der Regel der Hälfte der aktiven Behandlungszeit und wird mit herausnehmbaren Platten, die nachts getragen werden müssen, durchgeführt.
Für eine dauerhafte Stabilisierung der erreichten Frontzahnstellung hat sich der Klebe-Retainer bewährt. Der Retainer ist ein dünner Draht, der nicht sichtbar an den Hinterflächen der Zähne mit Kunststoff befestigt wird. Ohne erhöhte Kariesgefahr und Beeinträchtigung des Sprechens kann und sollte der Retainer zeitlebens verbleiben.

Was kostet eine kieferorthopädische Behandlung?
Zwischen 1.500 und ca. 10.000 €. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich ab dem Behandlungsgrad 3 der KIG (Kieferorthopädische Indikationsgruppen). Sie zahlen (gemäß § 12 SGB V) 80 Prozent einer ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen Therapie. Die ausgelegten 20 Prozent erhält der Versicherte am Ende der erfolgreich abgeschlossenen Behandlung zurück. Die Differenz zu der dem heutigen Stand der Wissenschaft entsprechenden modernen kieferorthopädischen Therapie zahlt der Versicherte selbst. Zusatzversicherungen bieten, rechtzeitig abgeschlossen, solide Erstattungen.

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